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"Nichts ist
höher zu schätzen als der Wert des Tages."
(Johann
Wolfgang von Goethe)
Wer kennt nicht die
Klagen über "zu wenig Zeit" und "zu viel Stress".
Gerade in einem Zeitalter von schlanken und schnellen Organisationen wird
Zeitmanagement immer wichtiger. In einem beschleunigten schneller getakteten
Umfeld ist Zeit wertvoller geworden, weil es für jede Stun-de konkurrierende
Verwendungen gibt.

Mit systematischem Zeitmanagement ist es möglich, Zeit zu gewinnen
und sich stärker auf die wesentlichen Dinge zu konzentrieren. Vor
allen Dingen, wenn man eine Balan-ce von Arbeits- und Privatleben anstrebt.

Eines der Paradoxien des Zeitmanagements ist, dass viele die wichtigsten
Prinzipien kennen, jedoch nur wenige Sie konsequent anwenden. Es scheint
vergleichbar mit dem Thema "Gesünder Essen" zu sein, die
meisten wissen, was gesund ist, gehandelt bzw. gegessen wird jedoch anders.
Zeitmanagement hat mehr mit Selbstmanagement zu tun als mit reiner Arbeitsmethodik,
da man immer persönliche Gewohnheiten und Verhaltensweisen verändern
muss.

Eines der wichtigsten Fähigkeiten des Zeitmanagements ist es, Bewusstheit
darüber zu erlangen, was man den gan-zen Tag tut. Dann kann man sich
entscheiden, ob das was man tut, auch wichtig ist, für die eigenen
Ziele. Kleine Din-ge im Alltag zu verändern ist mit die wichtigste
Grundlage für ein optimales Zeitmanagement.

Zeitmanagement zu betreiben ist keine einmalige Auf-gabe, sondern ein
lebenslanger Lernprozess. Jeder sollte sich in regelmäßigen
Abständen wieder neu mit den eigen-en Prioritäten und der eigenen
Arbeitsorganisation aus-ein- andersetzen. Letztendlich nimmt man die Rolle
eines Unternehmensberaters ein, der aus einer anderen Per-spek- tive auf
die eigene Tätigkeit schaut und neue Ideen und Hilfen zur Verbesserung
des Zeitmanagements anbie-tet.

Werden diese Verbesserungsideen umgesetzt, führt dies zu einer Steigerung
der persönlichen Effektivität und letzt-lich zu einem zufriedeneren
Leben.
Welche praktischen Hilfen gibt es, um Ihr persön-iches
Zeit-management zu verbessern:
1. Setzen Sie sich
klare persönliche und berufliche Ziele

Ohne klare Zielsetzung ist kein effektives Zeitmanage-ment möglich.
Nur wer klare Ziele hat, kann über seine Prioritäten Entscheidungen
treffen. Gehen Sie jährlich in eine persönliche Zielfindungsklausur
und denken Sie über Ihre Jahresziele nach. Definieren Sie spezifische
und über-prüfbare Ziele mit klaren Zeitvorgaben. Ziele helfen,
sich während des Tagesgeschäftes auf das Wesentliche zu kon-zentrieren
und den Überblick zu behalten. Sie sammeln und konzentrieren Kräfte,
die sonst gerne zersplittern.
"Wer den Hafen nicht kennt, in den er segeln will, für den
ist kein Wind ein günstiger."
(Seneca)
2. Führen Sie eine Aktivitätenliste
und setzen Sie klare Prioritäten

Eine Aktivitätenliste (To-do-Liste) hilft, den Überblick
zu behalten, was man tun muss und was wichtig ist. Listen Sie alle Ihre
Aktivitäten auf ein Blatt Papier oder mit dem PC auf und vergeben
Sie Prioritäten. Die ABC-Analyse hat sich hier bewährt. Priorisieren
Sie die Aufgaben nach sehr wichtig (A-Priorität), wichtig (B-Priorität)
und weniger wichtig (C-Priorität). Beginnen Sie mit der Bearbeitung
der wichtigsten Dinge.
3. Kontrollieren Sie regelmäßig
Ihre Aktivitäten-liste.

Planen Sie jeden Tag und jede Arbeitswoche. Planung hilft Zeit zu sparen.
Planung hilft, die eigene Zeit einzuteilen. Planen Sie jede Arbeitswoche
aufgrund Ihrer Aktivitäten-liste. Wer die Woche plant, kann Zeitüberraschungen
re- duzieren.

Planen Sie auch jeden Arbeitstag. Erstellen Sie am Morgen oder besser
am Vortag einen Tagesplan. Tragen Sie alle Termine und Vorhaben in den
Tagesplan ein. Damit behal-ten Sie den Überblick. Verplanen Sie jedoch
nicht mehr als 60 % Ihrer Zeit, damit Sie Raum für Unerwartetes und
spontane Aktivitäten haben. Verteidigen Sie Ihre Prioritä- ten
und lassen Sie sich nicht vom Weg abbringen.
4. Vermeiden Sie Unterbrechungen
und Störungen.

Nichts ist schädlicher für das Erledigen einer wichtigen
Aufgabe als ständige Unterbrechungen und Störungen. Na-türlich
gehören Unterbrechungen und Störungen zu vielen Tätigkeiten
einfach dazu. Jedoch können Sie die Erledi-gung von wichtigen Aufgaben
in Zeiten legen, wo diese weniger häufig vorkommen. Denn je häufiger
Sie bei einer Tätigkeit unterbrochen werden, um so geringer ist Ihre
Effizienz bei der Bewältigung dieser Tätigkeit. Versuchen Sie
sich bei wirklich wichtigen Tätigkeiten abzuschirmen.
5. Prüfen Sie,
ob Sie die Dinge delegieren, termini-eren, eliminieren oder rationalisieren
können

Wenn Sie über Arbeitsüberlastung klagen, fragen Sie sich,
ob Sie die Dinge nicht delegieren, terminieren, eliminieren oder rationalisieren
können. Delegieren ist immer dann hilfreich, wenn etwas erledigt
werden muss, aber nicht un-bedingt von einem selbst. Terminieren heißt,
etwas wichti-ges zu einem späteren Zeitpunkt zu erledigen. Eliminieren
bedeutet, zu prüfen, ob die Arbeit überhaupt erledigt muss.
Es gibt viele Vorgänge von untergeordneter Priori-tät, die besser
sofort im Papierkorb landen sollten. Ratio-nalisieren beinhaltet, seine
gesamte Tätigkeit dahingehend zu überprüfen, ob man es
nicht schneller oder einfacher tun kann. Bei vielen Menschen sind beispielsweise
lang-same oder schlecht funktionierende PC`s große Effizienz-killer.
6. Verwenden Sie einen
Organizer oder ein Zeit-planbuch

Um Zeitmanagement effektiv zu betreiben, braucht man gute Werkzeuge.
Organizer und Zeitplanbücher können hier gute Dienste leisten.
Im Moment gibt es einen ganz klaren Trend zu den Organizern, da diese
flexibel einsetz-bar sind und einen Datenabgleich mit dem PC ermög-lichen.
Die neueren Modelle wiegen weniger als die alten ledernen Zeitplanbücher
und sind mit einer Hand bedien-bar. Auch hier gilt, kein noch so gutes
Instrument nützt etwas, wenn man es nicht nutzt. Schaffen Sie sich
eines dieser Instrumente an und verwenden Sie dieses dann täglich.
7. Analysieren Sie
regelmäßig Ihren Arbeitsablauf

Nichts hilft mehr, als sich häufiger bewusst zu machen, was
man den ganzen Tag tut und wo man eventuell Zeit verliert. Manchem hilft
hier eine Tätigkeitsanalyse über eine Woche durchzuführen.
Schreiben Sie sich eine Woche lang auf, womit Sie Ihre Zeit verbringen
und analysieren Sie, wo Sie Zeit verlieren. Verbessern Sie ständig
wie ein Leistungssportler Ihre Techniken und Abläufe. Kein Sport-ler
ist ohne kontinuierliches Training zum Spitzensportler geworden.
Autor:
Ingo Th. Krawiec, Krawiec Consulting
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Formulareintraege vom Donnerstag, 23 Mai, 2002 um 19:47:47
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