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"Gedanken sind das, was wir uns machen.
Gefühle sind das, was ist!"
(Irina Rauthmann)
Gefühle sind allgegenwärtig und beeinflussen
in hohem Maße unser Leben. Glückliche Menschen verfügen
über einen Reichtum an Gefühlen und deren Ausdrucksmöglichkeiten.
Gerade Führungskräfte, Trainer und andere Personen, die viel
mit Menschen arbeiten, sind oft unsicher, wie sie mit ihren Gefühlen
umgehen sollen. An der Schule und während der Ausbildung werden wir
darin geschult, unseren Verstand und unsere Logik zu nutzen, im Umgang
mit Gefühlen werden wir nicht trainiert. Kommunikation funktioniert
nur, wenn man sich seiner eigenen Gefühle bewusst ist. Forderungen
nach mehr Emotionaler Intelligenz zeigen, wie wichtig Gefühle für
die Entwicklung von Sozialkompetenz sind. Der richtige Umgang mit Gefühlen
ist eine Lebensaufgabe. Hier eine paar Tipps, die Ihnen helfen, mit Ihren
Gefühlen im Alltag besser umzugehen.
Wie kann ich besser mit meinen Gefühlen
umgehen?
Wahrnehmung ist besser als Verdrängung

Zunächst einmal muss man seine Gefühle wahrnehmen und auch akzeptieren.
Verdrängte Gefühle gehen ins Unterbewusstsein und kommen vielleicht
unbewusst und nonverbal in Kommunikationssituationen wieder an die Oberfläche.
Dies kann ich umgehen, indem ich mir meine Gefühle klar mache: Wenn
ich weiß, dass ich heute ärgerlich bin, kann ich dies steuern
und somit verhindern, dass ich meinen Ärger an anderen auslasse.
Erkennen Sie die Botschaft
Ihrer Gefühle

In jeder Sekunde nehmen wir eine Fülle von Informationen aus der
Umwelt auf. Gefühle sind eine direkte Reaktion auf Geschehnisse in
unserer Umwelt. Sie haben meisten eine positive Absicht, sie wollen uns
etwas mitteilen: Ärger zeigt an, dass irgendjemand eine wichtige
Grenze bei uns überschritten hat. Angst zeigt uns, dass Gefahr oder
Schaden droht. Langeweile sagt uns, dass die gegenwärtige Situation
unbefriedigend ist und wir etwas tun müssen, um dies zu ändern.
Ihr Bewusstsein trifft
die Entscheidung

Wenn wir bestimmte Gefühle haben (zum Beispiel Unsicherheit), müssen
wir diesen nicht nachgeben. Wir können auch mit diesen Gefühlen
der Situation begegnen. Letztendlich trifft unser Bewusstsein diese Entscheidung.
Wenn ich Angst vor einer Bergwanderung habe, kann ich bewusst die Entscheidung
treffen, mich dieser Angst zu stellen.
Lernen Sie, Gefühle
bewusst wahrzunehmen und auszudrücken

Gefühle in angemessener Form in Worten auszudrücken, kann Kommunikationssituationen
erleichtern. Wer unzufrieden mit einer anderen Person ist und dies in
einem Gespräch klärt, kann die Situation besser bewältigen.
Ich-Botschaften helfen, den Ausdruck von eigenen Empfindungen und Gefühlen
zu verdeutlichen.
Unterscheiden Sie zwischen
aktuellen und alten Gefühlen

Nicht alle unsere Gefühle sind eine Reaktion auf aktuelle Geschehnisse.
Viele unserer Gefühle stammen aus unserer Vorgeschichte. Wenn jemand
als Kind von einem Hund gebissen wurde, wird er auch als Erwachsener eventuell
Angst vor Hunden haben. Häufig reagieren wir auf Situationen und
Personen mit alten Gefühlen. Hier gilt es, sich die Situation bewusst
zu machen und eventuell neu zu reagieren.
Je besser Sie mit Ihrer
Vergangenheit abgeschlossen haben, umso mehr sind Sie in der Gegenwart

Je besser Sie alte Geschichten' abgeschlossen und verarbeitet haben,
umso besser können Sie sich auf Neues einlassen. Wenn man immer wieder
an die negativen Erfahrungen mit dem alten Chef zurückdenkt, kann
man sich schlechte auf den neuen einlassen. Schließen Sie unabgeschlossenes
ab.
Lernen Sie, sich Zugang
zu positiven Gefühlen zu verschaffen

Wenn Sie beispielsweise vor einem Vortrag merken, dass Sie unsicher werden
und Ihre Ressourcen verlieren, können Sie sich auch bewusst positive
Gefühle in Erinnerung rufen. Ich meine hier kein positives Denken,
sondern z.B. ein Erinnern an den letzten erfolgreichen Vortrag. Erinnern
Sie sich an die letzte positive Erfahrung. Versuchen Sie, sich dieses
Bild mit allen positiven Gefühlen in Erinnerung zu rufen.
Gewinnen Sie Situationen
eine positive Seite ab

Gefühle sind häufig abhängig vom Denken. Sehe ich ein Problem
als etwas Negatives oder als Chance. Wenn Sie gekündigt werden, können
Sie die als großes Unglück ansehen oder auch als Möglichkeit
sich neu zu orientieren und vielleicht etwas völlig Neues zu beginnen.
Nutzen Sie die Stopp-Technik

Wenn Sie von Gefühlen überwältigt werden, nutzen Sie die
Stopp-Technik. Gehen Sie nicht weiter den Gefühlen nach, sondern
versuchen Sie sich innerlich "Stopp" zu sagen und dann von einer
neuen Perspektive auf die Situation zu schauen.
Nutzen Sie Entspannungstechniken

Entspannungstechniken wie Autogenes Training und Meditation helfen, Gefühle
besser wahrzunehmen und auch Gefühle einfach absichtslos zu beobachten,
ohne sich von ihnen treiben zu lassen.
Autor:
Ingo Krawiec, Krawiec Consulting
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