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1. Zu viele Informationen zu schnell

Gerade im IT-Training kommt es häufig vor, dass durch Zeitmangel durch die Inhalte gerast wird. Natürlich verfol-
gen viele Trainer die positive Absicht, den Teilnehmern möglichst viel mit auf den Weg zu geben. Sie bewirken jedoch oft das Gegenteil: Durch den vielen Stoff schalten die Teilnehmer irgendwann ab bzw. gehen innerlich auf den "Stand-By-Modus". In dieser Zeit nehmen die Teilneh- mer fast nichts mehr auf, sondern unterhalten sich dann mit ihrem Nachbarn. Wenn die Teilnehmer wenig Möglich-keiten zur Beteiligung und aktiven Teilnahme haben, ist es fraglich, ob sie überhaupt etwas nach Hause nehmen. So ist leicht verständlich, dass viele Teilnehmer in IT-Kursen "frontal frustriert" werden.



2. Immer die gleiche Arbeitsweise

Bei den meisten professionellen IT-Schulungen ist mittler-
weile der Beamer das am meisten genutzte Visualisie-
rungsmedium geworden. Dies verleitet viele IT-Trainer dazu nur nach der Methode "Vormachen-Nachmachen lassen" vorzugehen. Selten wird die Methode oder das Medium gewechselt. Diese Art "Druckkastenpädagogik", d.h. die Teilnehmer drücken die gleichen Tasten wie der Trainer, schläfert viele Teilnehmer langsam ein. Immer, wenn etwas in der gleichen Weise präsentiert wird, wird es irgendwann langweilig.



3. Wenig Sozialkompetenz des Trainers - Fachkom-petenz als Falle

Die meisten IT-Trainer sind fachlich hoch kompetent. Doch gerade diese Fachkompetenz kann zur Falle werden. Man-
che Trainer können nicht nachvollziehen, warum manche Teilnehmer IT-Inhalte einfach nicht verstehen. Die ganzen Witze über den "DAU" (Der Dümmste anzunehmende Us-
er) zeigen, mit welcher Grundhaltung manche IT-Experten Ihren Kunden begegnen. Auch fehlt es manchmal an kom-munikativer Kompetenz, mit den Sorgen und Ängsten Ihr-er Teilnehmer umzugehen.


4. Trainingsfeindliche Räumlichkeiten und Ausstat-
tung


Erschwerend kommt bei manchen IT-Trainings hinzu, dass viele Unternehmen oder Institute nicht über ausreichende Räumlichkeiten oder Ausstattung verfügen. Es gibt Schul-ungsräume ohne Tageslicht bzw. Schulungsräume, die viel zu klein sind oder wo man über irgendwelche Kabel stol-pert. Oft sind auch zu wenig PCs vorhanden. Man sollte einfach mal durchrechnen, was es dem Unternehmen kos-
tet, wenn bei einer IT-Schulung nichts raus kommt.


5. Fehlende Didaktik und wenig Eingehen auf Teil-nehmerbedürfnisse

Oft wird die Didaktik von IT-Trainer kritisiert. Es ist kein roter Faden erkennbar. Wenige Beispiele aus der Praxis werden gebracht. Das Seminar wird nicht strukturiert und Wichtiges von Unwichtigem getrennt. Der Trainer selber kann schlecht motivieren oder ist selber von der Software nicht überzeugt. Wenn die Teilnehmer andere Wünsche haben wie der Trainer, wird nicht darauf eingegangen.


6. Zu komplizierte Ausdrucksweisen

Oft drücken sich gerade IT-Spezialisten viel zu kompliziert aus. Sie sprechen den IT-typischen Slang, obwohl viele Dinge auch einfacher erläutert werden könnten. Die kom-plizierten Ausdrucksweisen führen wiederum dazu, dass die Teilnehmer abschalten und dem Inhalt nicht folgen können. Ich kann mich noch gut erinnern, wie ich vor Jah-
ren meinen ersten PC gekauft habe. Damals hatte ich noch wenig Ahnung von Hardware. Der Verkäufer sagte mir " Wir haben gerade einen PC mit 486er CPU, 33 Herz getaktet, 8 RAM Arbeitsspeicher, 4-fach CD-ROM und einer schnellen 200 MB IDE-Festplatte im Angebot." oder so ähnlich. Ich verstand damals nichts. Ich wollte doch nur einen PC, bei dem normale Büroanwendungen laufen.



7. IT-Trainer spricht und Teilnehmer arbeiten am Computer

Es kommt immer noch sehr häufig vor, dass die Teilneh-mer am Computer arbeiten und ein Teilnehmer eine Zwischenfrage stellt. Der Trainer beantwortet Sie natürlich für alle Teilnehmer. Der Effekt ist der, dass er nicht die gesamten Aufmerksamkeit der Schulungsteilnehmer hat, da einige am Computer ja weiterarbeiten. Die Folge ist ein wildes Durcheinander bei den Teilnehmern.


Autor: Ingo TKrawiec, Krawiec Consulting



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