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"Telefonieren heißt, seine Stimme zu
Besuch schicken."
(Unbekannt)
Das Telefon ist eines der wichtigsten Kommunika-
tionsmittel unserer Zeit. Wir verbringen einen Großteil der Arbeits-zeit
damit mit Kollegen, Kunden usw. zu telefonieren. Für viele ist das
Telefonieren eine Selbstverständlichkeit. Man hebt den Hörer
ab und spricht. Ein Telefonat so zu führen, dass der Gesprächsausgang
erfolgreich ist oder schwierige Situationen zu meistern ist jedoch eine
Kunst. Man kann durch das Telefon Kunden gewinnen, aber auch leicht verlieren.
Dadurch, dass man den anderen nicht sieht, ist das Telefon etwas anfälliger
für Kommunikationsstörungen. Man muss sich ganz genau überlegen,
was man sagt, da man die Körpersprache nicht zusätzlich einsetzen
kann. Am Telefon einen guten Eindruck zu machen, muss man lernen, denn
die ersten Sekunden entscheiden, wie man beim Gesprächspartner ankommt.
Der Gesprächspartner bildet sich einen Eindruck von uns aufgrund
des Telefongespräches. Im folgenden zeigen wir Ihnen ein paar Regeln
fürs effektive Telefonieren.
Was ist hilfreich,
um das Telefon bewusster und erfolgreicher einzusetzen?
1. Bereiten Sie ein
Telefonat gut vor.

Häufig rufen wir jemanden an, ohne dass wir alle Informa-tionen auf
dem Tisch liegen haben. Dies kostet Zeit und wirkt unprofessionell. Legen
Sie sich vor einem Telefonat alle wichtigen Unterlagen auf dem Tisch zusammen
und rufen Sie sich die letzten Telefonate in Erinnerung. Bei be-sonders
wichtigen Gesprächen überlegen Sie sich eine Gesprächsstrategie.

Machen Sie sich Gedanken zu folgenden Fragen:
Was
will ich erreichen?

Wie eröffne
ich das Gespräch?

Was weiß
ich von meinem Gesprächspartner?

Welche
Struktur hat das Gespräch?

Welche
Fragen will ich beantwortet haben?

Was soll
mein Gesprächspartner erfahren?

Welche
Argumente will ich bringen?

Welche
Einwände kann mein Gesprächspartner
anführen?

Zu welchen
Vereinbarungen und Kompromissen
bin ich bereit?

Wie verabschiede
ich mich?
2. Stellen Sie sich
auf das Telefonat ein.

Viele Telefonate verlaufen ungünstig, weil man nicht voll bei der
Sache ist oder durch andere Dinge abgelenkt wird. Versuchen Sie vor dem
Telefonat sich voll darauf einzu-
stellen und andere Vorgänge abzuschließen. Beseitigen Sie mögliche
Störungsquellen. Versuchen Sie sich in eine positive Stimmung zu
versetzen. Versuchen Sie es mit einem Lächeln am Telefon. Nehmen
Sie eine aufrechte Körperhaltung an. Dies verbessert Ihre Sprachwirkung.
3. Stellen Sie sich auf den Gesprächspartner
ein.

Die Art und Weise wie Sie es schaffen zu dem Gesprächs-partner Kontakt
aufzubauen, kann über den Gesprächser-folg entscheiden. Versuchen
Sie sich auf den Gesprächs-partner einzustellen:
Spricht
der andere schnell oder langsam, laut oder
leise?

Liebt der
andere den Small Talk oder ist er sachlich?

Was sind
die Interessen des anderen?

Wie reagiert
er bei bestimmten Themen?
4. Machen Sie Notizen während des
Gespräches.

Eine Selbstverständlichkeit: Ohne Notizen während des Gespräches
können viele Informationen verloren gehen. Sprechen Sie Ihren Namen,
Firma und Telefonnummer langsam und deutlich.

Gerade beim Telefon besteht die Gefahr, dass wichtige In-formationen untergehen.
Deswegen sagen Sie wichtiges langsam und deutlich. Ein am Anfang undeutlich
genannter Name wird leicht vergessen.
5. Sprechen Sie den Gesprächspartner
mit seinem Namen an.

Die Ansprache des Gesprächspartners mit seinem Namen drückt
Wertschätzung aus. Menschen lieben es mit dem eigenen Namen angesprochen
zu werden. Außerdem werden Menschen gerade bei schwierigen Gesprächssitua-tionen
hellhöriger, wenn man Sie beim Namen anspricht. Merken Sie sich auch
die Aussprache des Namens.
6. Fassen Sie das Gesprächsergebnis
zusammen.

Gerade bei längeren Gesprächen sollte man das Ge-sprächsergebnis
kurz zusammenfassen, um ein gemein-sames Verständnis sicherzustellen.
Auch kurze Zwischen-zusammenfassungen können hilfreich sein.
7. Bereiten Sie das Gespräch nach.

Notieren Sie sich nach dem Gespräch wichtige Vereinba-rungen, Ergebnisse
und Termine. Tragen Sie diese, solan-ge die Informationen noch frisch
sind, in Ihren Terminka-lender ein.
8. Seien Sie ein aktiver Zuhörer

Da der andere Sie nicht sehen kann, passiert es man-chmal, dass der Gesprächspartner
nicht weiß, ob Sie noch zuhören. Praktizieren Sie die Technik
des aktiven Zuhör-ens, indem Sie dem anderen signalisieren, dass
Sie noch am Telefon sind. Nutzen Sie folgende Techniken:

Kurze Ermunterungen
wie z.B. Ahh, Ohh, ja, soso, mmh usw.

Kurze Wiederholungen
in eigenen Worte "Sie meinen
also, dass ..."

Wortwiederholungen:
Wichtige Informationen halblaut wiederholen.
Autor: Ingo Th. Krawiec, Krawiec Consulting
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