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"None
of us is as smart as all of us."
(Kenneth
Blanchard)
Teamarbeit heißt, gemeinsam mit anderen
ein Ziel zu erreichen. Früher wurden einzelne Aufgaben von einzelnen
Mitarbeitern durchgeführt, die allein für ihre Arbeit verantwortlich
waren. Heute geht es darum ein gemeinsames Arbeitsergebnis zu erzielen,
an dem alle mitgearbeitet haben.
Ein Team ist mehr als die Summe seiner Mitglieder.
Ein Team ist zu einem gewissen Teil ein emotionales Wesen, das im Denken
und Fühlen seiner Mitglieder verwurzelt ist. Echte Teamarbeit kann
wahre Produktivitäts- und Kreati-
vitätsschübe in einer Gruppe bewirken. Teams sind keine wirklich
neue Erfindung. Im Sport, z.B. Fußball oder Bas-
ket ball, wurde schon immer im Team gearbeitet. Kein olympischer Mannschaftssieg
wird errungen, wenn die Mannschaft als Team nicht funktioniert. Jedes
Team ent-
wickelt seinen besonderen Geist, den Teamgeist. Er er-
muntert bzw. motiviert die Teammitglieder und schafft Identifikation,
Spaß und Zufriedenheit.
Funktionierende Teams sind kein Zufall, sondern können
durch die Führungskraft und Teamentwicklungsmaßnah- men gefördert
werden. Es reicht jedoch nicht aus, wenn Teams nur an oberflächlichen
Incentive-Maßnahmen teil- nehmen. Gemeinsam im Schlauchboot einen
wilden Fluss hinunter fahren, reicht hier alleine nicht aus, um ein starkes
Team zu bilden. Messlatte für den echten Teamer-
folg ist der Alltag und nicht ein Erlebnis am Lagerfeuer alleine. Die
"eigentlichen" und "versteckten" Teamthemen müssen
bearbeitet werden, da sonst so manches Team-
mitglied zwar offiziell die Teamhymne singt, aber hinten-
herum schon dabei ist, die Messer neu zu wetzen.
Was beeinflusst den
Erfolg von Teams?
1. Gemeinsame Ziele

Jedes Team braucht Ziele, die von allen Mitgliedern ge-
tragen werden, da sonst jeder in eine andere Richtung läuft. Nur
wenn gemeinsame Ziele bestehen, funktioniert Teamarbeit. Wenn jedes Teammitglied
nur an seine eigenen Ziel denkt, kann keine echte Zusammenarbeit entstehen.
Auch teamorientierte Prämiensysteme können helfen, die Teamarbeit
zu fördern.
2. Klare Strukturen, Aufgaben und Rollen

Rollen und Aufgaben müssen in einem Team klar verteilt und geklärt
sein. Unklare Rollen führen zu Kommunikati-ons- problemen und somit
evtl. zu doppelter Arbeit. Dies heißt jedoch nicht, dass diese Rollen
starr sind. Wer hat nicht selbst schon Erfahrungen mit Teams gemacht,
bei denen gerade die internen Schnittstellen nicht funktio-nieren. Gerade
dies wird im Tagesgeschäft zu einem Effi- zienzkiller. Meist steckt
keine Böswilligkeit dahinter, son-dern durch die Fülle der Arbeit,
wird nicht über die Art der Durchführung nachgedacht. Dies ist
ähnlich wie die Ge-schichte vom Holzfäller, der keine Zeit hat,
seine Säge zu schärfen. Auch kann zu viel Hierarchie die Teamarbeit
erschweren. In vielen Teams gibt es neben dem Vorge-setzen noch einen
Vertreter. Manchmal gibt es sogar noch einen Vertreter des Vertreters
des Vorgesetzen im Team. Dies sind dann schon vier hierarchische Ebenen.
3. Offene Kommunikation und Vertrauen

Nur wenn Offenheit und Vertrauen im Team herrschen, läuft die Kommunikation
reibungslos. Nur dann können persönliche Schwierigkeiten offen
besprochen werden und die Teammitglieder sind bereit, Risiken einzugehen.
Teams, in denen Probleme in Kaffee- oder Zigarettenpau-sen zwar besprochen
werden, aber nicht mit der betrof-fenen Person, sind häufig die Regel.
Gerade das offene Ansprechen von persönlichen Problemen und Störungen
haben viele nicht gelernt. Dies führt dazu, dass es in Teams viel
Unausgesprochenes gibt, was die Teamleistung beeinträchtig.
4. Gegenseitige Unterstützung

Ein wesentlicher Aspekt der Teamarbeit ist die gegensei-tige Unterstützung.
Ein Team kann nur dann sein Potenzial voll ausschöpfen, wenn Probleme
gemeinsam gelöst wer-
den und man sich gegenseitig bei der Aufgabenerfüllung hilft. Gut
funktionierende Teams haben Weitblick und unterstützen sich untereinander.
Teamarbeit kann nicht bedeuten, dass die restlichen Teammitglieder einfach
zuschauen, wenn ein Teammitglied durch Arbeitsüber-
lastung zusammenbricht. Teamarbeit heißt, mitverantwor-tlich zu
sein.
5. Gemeinsame Verantwortlichkeit und Problem-
lösung

Bei Teamarbeit hat jeder die Verantwortung für das ge-meinsame Arbeitsergebnis.
Nicht jeder backt seine eigen-
en Brötchen, sondern es wird gemeinsam ein Brot ge-
backen. Teamarbeit heißt nicht: "Toll ein anderer macht`s",
sondern man übernimmt auch Verantwortung für das Arbeitsergebnis
des anderen. Gemeinsame Prob-leme werden vom Team in der Teamsitzung besprochen
und gelöst.
6. Zeit für die Teamfindung

Teams benötigen Zeit, um Gruppennormen, Rollenver-teilungen und ein
Wir-Gefühl zu entwickeln. Sie sollten deshalb nicht in zu kurzem
Rhythmus gebildet und wieder aufgelöst und die Teammitglieder sollten
nicht nach zu kurzer Zeit wieder ausgetauscht werden. Ein Team braucht
einen Reifungs- und Entwicklungsprozess, um seine volle Performance zu
entfalten. In der Regel dauert ein solcher Prozess zwischen 6 und 12 Monaten.
7. Teamorientierte Führung

Es gibt keine ideale Form der Führung in Teams. Die Füh-rung
eines Teams orientiert sich am Reifegrad der Gruppe und an der aktuellen
Arbeitssituation. Weiterhin kann die Führungskraft die Gruppe in
ihrem Reifegrad fördern und Entscheidungs- kompetenzen nach und nach
auf das Team übertragen. Ein Fehler vieler Vorgesetzter besteht darin,
zu denken, durch Teamarbeit bräuchten Sie weniger zu führen.
Manchmal ist gerade das Gegenteil der Fall. Jedes Team braucht einen klaren
Rahmen und klare Ziele. Auch braucht jedes Team eine wahrnehmbare Vertretung
nach außen, einen starken "Außenminister". Die Entwicklung
eines Teams ist eine Daueraufgabe, die ernst genommen werden muss.
8. Regelmäßige Teamtreffen

Das Team trifft sich mindestens einmal pro Woche als Gruppe. Je seltener
sich ein Team trifft, um so häufiger treten Kommunikationsprobleme
auf. Teams leben durch die Kommunikation ihrer Mitglieder. Obwohl die
Wichtigkeit von Teamtreffen fast eine Binsenweisheit ist, gibt es viele
Teams, bei denen regelmäßige Treffen nicht funktionieren. Dabei
ist die Bewältigung der kommunikativen Probleme eine der wichtigsten
Aufgaben, um als Team erfolgreich zu sein. Die hierfür notwendigen
Kommunikationsfähigkeiten der Teammitglieder können durch Training
weiter gestei-gert werden.
9. Teamentwicklungs-Workshops

Teams entwickeln sich in einem kontinuierlichen Lernpro-zess, in dem sie
immer wieder mit neuen Problemstel- lungen und Herausforderungen konfrontiert
werden und dabei lernen, diese zu meistern. Dieser Lernprozess kann durch
Teamentwicklungs- Workshops unterstützt und gefördert werden.
In einer Teamentwicklung wird Team-arbeit trainiert und erfahrbar gemacht.
Das Austragen von unausgesprochenen Konflikten ist hier eine notwendige
Voraussetzung, damit Teams zur vollen Reife gelangen. Jede Art von Konfliktvermeidung
blockiert einen Teil der Teamener gie und geht damit der eigentlichen
Teamauf-gabe verloren. Der Moderator einer Teamentwicklungs- Maßnahme
muss schnell den spezifischen "Teamengpass" erkennen und diesen
bearbeiten. Dieser kann in struk-turellen und/oder zwischenmenschlichen
Themen begrün- det liegen.
Autor:
Ingo Th. Krawiec, Krawiec Consulting
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