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"Grau ist alle Theorie."
(Goethe)
"... Das Leben spricht - allein ... nur das Leben."
(Anonymus)
Teams sind ein wichtiger Bestandteil jeder erfolgreichen
Organisation. Die Prinzipien und Gesetzmäßigkeiten von Teams
zu kennen ist notwendig für deren effektive Steuerung. Zur Gruppendynamik
von Teams liegen eine ganze Reihe von Ansätzen wie die Teamentwicklungsuhr,
Gruppenpositionen usw. vor. Diese sind mittler- weile überwiegend
bekannt. Spannende und neue Gedanken über Teams kommen aus der Organisationsaufstellungsarbeit
von Gunthard Weber, die ich auf die Führung von Teams übertragen
werde.
Welche wichtigen Gesetzmäßigkeiten
und Regeln für Teams gibt es, die jeder Teamleiter beachten sollte?
1. Die "alten
Hasen" haben die älteren Rechte

Bei gleichgestellten Teammitgliedern haben die Teammit-glieder, die länger
im Team sind, die bessere Position und die älteren Rechte. Wird diese
Position von später dazuge-kommenen Teammitgliedern nicht gewürdigt
und aner-kannt, ist ein Konfliktpotential angelegt. Dies gilt auch für
neue Teamleiter. Jeder neue Teamleiter sollte sich mit den "alten
Hasen" im Team gut stellen, da sonst neue Ideen und Impulse nicht
greifen. Er muss die Erfahrung und Kompetenzen dieser Teammitglieder schätzen
lernen.
2. Die Aufgabe steht
bei einem Team im Vorder-
grund

Viele Teams beschäftigen sich nur noch mir sich selbst und haben
die Aufgabe und die Zielsetzung des Teams aus dem Auge verloren. Diese
Teams sind zu betrieblichen Big-Brother-Gruppen mutiert. Sie beschäftigen
sich nur noch mit sich selbst und diskutieren ihre Beziehungsprob- leme.
Hier muss der Teamleiter die Teamaufgabe und die Teamziele deutlich machen.
3. Der Ausgleich von
Geben und Nehmen im Team

Alle Teammitglieder führen eine innere Kontoführung. Sind die
Bilanzen bei einzelnen nicht ausgeglichen, kommt es zu Unzufriedenheiten,
Schuldgefühlen und Konflikten.
Wenn ein Teammitglied zu viel gibt oder andere zu viel nehmen, sind Spannungen
im Team vorprogrammiert. Der Teamleiter sollte darauf achten, dass dieses
Geben und Nehmen im Team ausgeglichen ist.
4. Das Recht auf Zugehörigkeit
und die Pflicht zum Einsatz
Jedes Teammitglied, was sich im Team befindet, hat das gleiche Recht dazu
zu gehören und seinen Platz sicher zu wissen. Wird sehr leichtfertig
mit der Teamzugehörigkeit umgegangen (Versetzungen oder Outsourcing),
wird schnell das Vertrauen im Team verspielt. Längerfristige Motivationsblockaden
können die Folge sein.
Je höher der Beitrag des Teammitglieds zum Überleben der Organisation
desto besser seine Position. Somit hat auch jedes Teammitglied die Pflicht,
einen Beitrag für den Erhalt der Organisation zu bringen.
5. Leistung muss sich
lohnen

Haben bei gleichbezahlten Teammitgliedern einer oder mehrere besondere
Kompetenzen, die sie für das Weiter-
kommen des Unternehmens einsetzen, müssen diese gewürdigt werden.
Eine rein teamorientierte Bezahlung führt zu Demotivation einzelner
Teammitglieder und kann dazu führen, dass sie das Unternehmen verlassen.
6. Trennungen können
heilsam sein
Wenn ein Teammitglied das Unternehmen nachhaltig schä- digt und wird
ihm nicht gekündigt, führt dies zu Demotiva-tion, Beziehungsproblemen
und Vertrauensverlust im Team. Lieber ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken
ohne Ende.
Natürlich ist bei Trennungen wichtig, dass diese mit gegen-
seitigem Respekt erfolgen. Ungut Gekündigte bleiben den Teammitgliedern
oft noch Jahre im Gedächtnis haften.
7. Bei Neuem das Alte
würdigen

Jede neue Idee stellt eine Kritik der alten Idee dar. Wenn bei Neuerungen
im Team alte Vorgehensweisen, die sich teilweise über Jahre bewährt
haben, nicht gewürdigt wer-den, setzt sofort Widerstand ein. Jeder
Besserwisser bekommt dies in seiner Umgebung zu spüren. Als Neuer
versucht man zunächst das Alte zu verstehen, bevor man mit der Veränderung
loslegt. Auch so mancher Missionar ist früher in fremden Kulturen
im Kochtopf der Eingeborenen gelandet.
8. Leitung muss erkennbar
sein

Auch bei team- und gruppenarbeitsorientierten Formen sollte die Leitung
klar erkennbar sein und bleiben. Jedes Team hat ein Bedürfnis nach
Leitung und Orientierung. Auch bei Gruppenarbeit sollten die Teamziele
klar sein. Lässt man ein Team alleine wirken, kann Orientierungs-losigkeit
und Unsicherheit die Folge sein. Leitung heißt hier nicht, dass
man autoritär andere abkanzelt, sondern dass man als Teamleiter trotz
aller Demokratie auch Grenzen und Ziele deutlich macht. Führen ist
auch eine Dienstleis- tung. Es ist auch nicht gut für ein Team, wenn
der Team-leiter den Teammitgliedern zu nahe steht. Hier kann er leicht
den Überblick verlieren. Zum Führen gehört auch mit Einsamkeit
umgehen zu können.
Autor: Ingo TKrawiec, Krawiec Consulting
Durchschnittliche
Leserbewertung: gut
Zahl der Leser: 19
Kundenkommentare:
NachrichtenTyp: gut
Kommentare: Mir hat der Artikel zwar gefallen, aber ich habe nicht das
gefunden, wonach ich suchte. Ich bin nämlich auf der Suche nach Gruppenpositionen
(alpha, beta, ...)
Formulareintraege vom Mittwoch, 11 Juli,
2001 um 20:26:27
NachrichtenTyp: Sehr gut
Kommentare: Das ist genau das was ich gesucht habe, danke!
Formulareintraege
vom Freitag, 24 August,
2001 um 12:31:22
NachrichtenTyp: gut
Kommentare: Jedoch fehlten mit einige klare Richtlinien
Formulareintraege
vom Mittwoch, 24 Oktober,
2001 um 10:51:16
NachrichtenTyp: mittel
Kommentare: Artikel hat keine direkter Zusammenhang mit den Teamregeln
nicht, es wird mehr nach Konfliktlösungen und Konflikt-
vorbeugung getüftelt.
Formulareintraege
vom Mittwoch, 13 November,
2002 um 22:58:27
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