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Artikel Nr.: 08
 
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"Grau ist alle Theorie."
(Goethe)

"... Das Leben spricht - allein ... nur das Leben."
(Anonymus)

Teams sind ein wichtiger Bestandteil jeder erfolgreichen Organisation. Die Prinzipien und Gesetzmäßigkeiten von Teams zu kennen ist notwendig für deren effektive Steuerung. Zur Gruppendynamik von Teams liegen eine ganze Reihe von Ansätzen wie die Teamentwicklungsuhr, Gruppenpositionen usw. vor. Diese sind mittler- weile überwiegend bekannt. Spannende und neue Gedanken über Teams kommen aus der Organisationsaufstellungsarbeit von Gunthard Weber, die ich auf die Führung von Teams übertragen werde.


Welche wichtigen Gesetzmäßigkeiten und Regeln für Teams gibt es, die jeder Teamleiter beachten sollte?

1. Die "alten Hasen" haben die älteren Rechte

Bei gleichgestellten Teammitgliedern haben die Teammit-glieder, die länger im Team sind, die bessere Position und die älteren Rechte. Wird diese Position von später dazuge-kommenen Teammitgliedern nicht gewürdigt und aner-kannt, ist ein Konfliktpotential angelegt. Dies gilt auch für neue Teamleiter. Jeder neue Teamleiter sollte sich mit den "alten Hasen" im Team gut stellen, da sonst neue Ideen und Impulse nicht greifen. Er muss die Erfahrung und Kompetenzen dieser Teammitglieder schätzen lernen.

 

2. Die Aufgabe steht bei einem Team im Vorder-
grund


Viele Teams beschäftigen sich nur noch mir sich selbst und haben die Aufgabe und die Zielsetzung des Teams aus dem Auge verloren. Diese Teams sind zu betrieblichen Big-Brother-Gruppen mutiert. Sie beschäftigen sich nur noch mit sich selbst und diskutieren ihre Beziehungsprob- leme. Hier muss der Teamleiter die Teamaufgabe und die Teamziele deutlich machen.

 

3. Der Ausgleich von Geben und Nehmen im Team

Alle Teammitglieder führen eine innere Kontoführung. Sind die Bilanzen bei einzelnen nicht ausgeglichen, kommt es zu Unzufriedenheiten, Schuldgefühlen und Konflikten.
Wenn ein Teammitglied zu viel gibt oder andere zu viel nehmen, sind Spannungen im Team vorprogrammiert. Der Teamleiter sollte darauf achten, dass dieses Geben und Nehmen im Team ausgeglichen ist.

 

4. Das Recht auf Zugehörigkeit und die Pflicht zum Einsatz

Jedes Teammitglied, was sich im Team befindet, hat das gleiche Recht dazu zu gehören und seinen Platz sicher zu wissen. Wird sehr leichtfertig mit der Teamzugehörigkeit umgegangen (Versetzungen oder Outsourcing), wird schnell das Vertrauen im Team verspielt. Längerfristige Motivationsblockaden können die Folge sein.
Je höher der Beitrag des Teammitglieds zum Überleben der Organisation desto besser seine Position. Somit hat auch jedes Teammitglied die Pflicht, einen Beitrag für den Erhalt der Organisation zu bringen.

 

5. Leistung muss sich lohnen

Haben bei gleichbezahlten Teammitgliedern einer oder mehrere besondere Kompetenzen, die sie für das Weiter-
kommen des Unternehmens einsetzen, müssen diese gewürdigt werden.
Eine rein teamorientierte Bezahlung führt zu Demotivation einzelner Teammitglieder und kann dazu führen, dass sie das Unternehmen verlassen.

 

6. Trennungen können heilsam sein

Wenn ein Teammitglied das Unternehmen nachhaltig schä- digt und wird ihm nicht gekündigt, führt dies zu Demotiva-tion, Beziehungsproblemen und Vertrauensverlust im Team. Lieber ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende.
Natürlich ist bei Trennungen wichtig, dass diese mit gegen-
seitigem Respekt erfolgen. Ungut Gekündigte bleiben den Teammitgliedern oft noch Jahre im Gedächtnis haften.

 

7. Bei Neuem das Alte würdigen

Jede neue Idee stellt eine Kritik der alten Idee dar. Wenn bei Neuerungen im Team alte Vorgehensweisen, die sich teilweise über Jahre bewährt haben, nicht gewürdigt wer-den, setzt sofort Widerstand ein. Jeder Besserwisser bekommt dies in seiner Umgebung zu spüren. Als Neuer versucht man zunächst das Alte zu verstehen, bevor man mit der Veränderung loslegt. Auch so mancher Missionar ist früher in fremden Kulturen im Kochtopf der Eingeborenen gelandet.

 

8. Leitung muss erkennbar sein

Auch bei team- und gruppenarbeitsorientierten Formen sollte die Leitung klar erkennbar sein und bleiben. Jedes Team hat ein Bedürfnis nach Leitung und Orientierung. Auch bei Gruppenarbeit sollten die Teamziele klar sein. Lässt man ein Team alleine wirken, kann Orientierungs-losigkeit und Unsicherheit die Folge sein. Leitung heißt hier nicht, dass man autoritär andere abkanzelt, sondern dass man als Teamleiter trotz aller Demokratie auch Grenzen und Ziele deutlich macht. Führen ist auch eine Dienstleis- tung. Es ist auch nicht gut für ein Team, wenn der Team-leiter den Teammitgliedern zu nahe steht. Hier kann er leicht den Überblick verlieren. Zum Führen gehört auch mit Einsamkeit umgehen zu können.


Autor: Ingo TKrawiec, Krawiec Consulting



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Kundenkommentare:


NachrichtenTyp: gut
Kommentare: Mir hat der Artikel zwar gefallen, aber ich habe nicht das gefunden, wonach ich suchte. Ich bin nämlich auf der Suche nach Gruppenpositionen (alpha, beta, ...)

Formulareintraege vom Mittwoch, 11 Juli,
2001 um 20:26:27


NachrichtenTyp: Sehr gut
Kommentare: Das ist genau das was ich gesucht habe, danke!

Formulareintraege vom Freitag, 24 August,
2001 um 12:31:22


NachrichtenTyp: gut
Kommentare: Jedoch fehlten mit einige klare Richtlinien

Formulareintraege vom Mittwoch, 24 Oktober,
2001 um 10:51:16


NachrichtenTyp: mittel
Kommentare: Artikel hat keine direkter Zusammenhang mit den Teamregeln nicht, es wird mehr nach Konfliktlösungen und Konflikt-
vorbeugung getüftelt.

Formulareintraege vom Mittwoch, 13 November,
2002 um 22:58:27


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