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"Dem Alltagsstress kann nur entgehen,
wers vermeidet aufzustehen."
(Unbekannt)
"Zur Geburt gehört der Tod.
Zum Einatmen gehört das Ausatmen.
Zum Geben gehört das Nehmen.
Zur Leistung gehört die Erholung.
Zur Geborgenheit gehört die Einsamkeit.
Zur Spannung gehört die Entspannung."
(Chinesische Weisheit)
Stress ist zu einem Modewort in unserer
heutigen Zeit geworden. Viele, die privat oder beruflich eingespannt sind,
klagen über "Stress". Stress kann sich negativ auf
unseren Körper und unsere Psyche auswirken. Kritisch wird dies, wenn
wir über einen längeren Zeitraum Stress haben. Dauerstress ist
für unseren Körper genau dasselbe als wenn wir mit unserem Auto
permanent im "roten Bereich" des Drehzahlmessers fahren.
Je nach Typ gibt es unter-schiedliche Reaktionen auf zuviel Stress. Dem
einen schlägt er auf den Magen, andere reagieren mit Verspannungen
oder fehlender Konzentration und Gereiztheit.
Von daher ist es notwendig, ein eigenes wirksames
Anti-Stress-Programm zu entwickeln, um mit Belastungen besser umzugehen.
Was ist denn nun eigentlich Stress und was stresst
uns? Das Wort "Stress" kommt aus dem Englischen und be-deutet
"Anspannung, Verzerrung oder Verbiegung". Wenn wir also beispielsweise
einen Holzstab biegen, fügen wir ihm "Stress" zu.
Dies ist normalerweise bis zu einem ge-wissen Grad unproblematisch für
den Holzstab. Wenn wir ihn jedoch zu stark biegen, kann er sogar brechen.
Ähn-lich wirkt Stress auch auf uns, eine gewisse Anspannung ist in
Ord-nung, aber ein zuviel kann schädlich sein. Ur- sprünglich
diente die Stressreaktion der Vorbereitung des Körpers auf eine Gefahrensituation.
Es gibt zwei Arten von Stress:
Distress (griech. dis = schlecht) und Eustress
(griech. eu = gut).
Eustress ist positiver Stress, den wir zum Beispiel
bei
einem Motorradrennen erleben oder bei anderen Sport-arten erleben. Distress
ist schädlicher Stress. Wir können Stress also positiv oder
negativ erleben.
Was können Sie tun, um ein zuviel an Stress
abzubauen?
1. Bewerten Sie Situationen anders

Oft erleben wir bestimmte Situationen als besonders
be-lastend, da wir an einer bestimmten Perspektive festhal-ten. Wenn wir
es schaffen, gedanklich eine Situation aus einer neuen Perspektive zu
betrachten, können wir einen Abstand von dieser Situation erreichen
oder diese sogar
in einem neuen Lichte sehen. Eine Landschaft kann unter-schiedlich aussehen,
je nachdem aus welcher Perspek- tive man sie betrachtet. Es gibt Menschen,
die bei einem
Stau entspannt bleiben, wo sich andere aufregen. Eine neue Perspektive
kann helfen Stress abzubauen.
2. Hilfreiche Fragen für einen Perspektivenwechsel
sind:

Was
ist positiv an der Stresssituation?

Was kann
im schlimmsten Fall überhaupt passieren?

Wie würde
ich die Situation nach einem Jahr erleben?

Wie würde
mein bester Freund die Situation erleben?
3. Nutzen Sie Entspannungsverfahren

Entspannungsverfahren helfen Dauerspannungen
abzu-bauen und besser in Stresssituationen zu bestehen. Mit Entspannungsverfahren
wie Autogenes Training, Yoga oder Meditation können wir unsere eigene
"innere Tourenzahl" senken. Sich-Entspannen-Können
ist eine Fähigkeit, die jeder lernen kann. Teilweise benutzt jeder
von uns Ent-spannungsverfahren, meist jedoch eher unbewusst. Viele können
sich gut entspannen, wenn sie auf dem Sofa liegen, in die Sauna gehen
oder klassische Musik hören.
Es gibt viele Methoden sich zu entspannen. Es reichen Ihnen oft schon
einige Minuten, um sich von all den Ge-danken zu lösen. Praktizieren
Sie ein Entspannungsver-fahren regelmäßig. Manchem hilft ein
Kurs an der Volks-
hochschule.
4. Nehmen Sie sich Auszeiten

Auszeiten, in denen Sie eine Zeit für sich sind, können hel-fen,
wieder eine innere Ruhe zu finden. Dies können Spa-
ziergänge sein oder einfach Zeit, in der Sie einfach nur für
sich sind. Auch regelmäßige Urlaube helfen beim Abschal-
ten.
5. Arbeiten Sie an Ihrem Zeitmanagement

Häufig entsteht Stress durch viele Aufgaben,
die wir gleichzeitig erledigen müssen. Zeitmanagement hilft hier
Prioritäten zu setzen. Nutzen Sie Planungstechniken und strukturieren
Sie Ihren Arbeittag. Stellen Sie sich immer wieder die Frage: Was ist
jetzt wirklich wichtig?
6. Betreiben Sie Ausdauersportarten

Jeder kennt den Ausspruch "Ein gesunder
Geist in einem gesunden Körper". Gerade Ausdauersportarten
wie Rad-fahren, Jogging, Walking, Schwimmen usw. helfen uns widerstandsfähiger
gegen Stress und schädliche Umwelt-einflüsse zu sein. Regelmäßiges
Ausdauertraining führt zur verbesserten Sauerstoffversorgung aller
Gefäße und Or-
gane und hebt dadurch das körperliche und seelische Ge-
samtbefinden.
7. Reden Sie sich gut zu

Oft tauchen im Stress Gedanken wie "Beeile
Dich!", "Das wird schiefgehen!" oder "Alles
ist schrecklich!" usw. auf. Diese Gedan-ken führen oft dazu,
dass wir uns gedanklich noch mehr stressen. Durch positive Selbstinstruktionen
können wir diesen Mechanismus stoppen und uns selbst positiv beeinflussen.
Solche positiven Selbstinstruktionen sind zum Beispiel: "Bleib
ruhig!", "Entspanne Dich!", "Nur Mut!", "Ich
schaffe es schon" oder "Eines nach dem ande-
ren!". Positive Selbstinstruktionen können kurze Sprich-
wörter oder Aufmunterungen sein.
8. Setzen Sie sich nicht permanent unter
Druck

Ein gewisser Leistungsanspruch ist gut. Ein zuviel
ist schädlich. Häufig geht der
größte Druck von uns selbst aus. Wir vergleichen uns häufig
mit anderen, was zu
weiterem Druck führt. Orientieren Sie sich an sich selbst, statt
sich permanent mit anderen zu vergleichen. Versuchen Sie zu sich selbst
zu stehen und eine gewisse Gelassenheit zu entwickeln.
Autor: Ingo Th. Krawiec, Krawiec Consulting
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