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7 Tipps zur Selbstmotivation
Artikel Nr.: 11
 
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"Nichts ist schrecklich, was notwendig ist."
(Euripides)


Etwa in jedem zweiten Seminar stellt mir ein Teilnehmer die Frage, wie er sich selber besser motivieren kann. Zunächst brachte mich diese Frage zum Nachdenken, da sich häufig hinter der Worthülse "Selbstmotivation" ganz spezifische Themen wie persönliches Burnout, Überforderung oder schlechte Arbeitsbedingungen verbergen, die der Betroffene nicht sofort formulieren wollte oder konnte. Dies stimmt zwar meistens, aber natürlich hat jede Arbeit Seiten, die man nicht so mag oder Aufgaben, die man vor sich herschiebt.

Jeder hat bestimmte Ziele, Wünsche und Projekte, die im Tagesleben oder Tagesgeschäft zu kurz kommen und die mit mehr Selbstmotivation leichter von der Hand gehen würden.

Eine hohe Selbstmotivation zu haben bedeutet nicht, über-
dreht und hektisch durch die Welt zu laufen und wie im Drogenrausch "manisch" die Welt zu erleben. Eine hohe Selbstmotivation bedeutet, mit Interesse, Spaß und Freude die Dinge anzugehen und selbst einen Sinn in der Tätigkeit zu sehen. Eine hohe Selbstmotivation bedeutet auch, mit Begeisterung die notwendigen Aufgaben zu er-
ledigen. Wobei eine hohe Selbstmotivation nicht bedeutet, jede Sekunde des Tages motiviert zu sein. Es gibt in jedem Job auch Tätigkeiten, die einem mehr und andere die einem weniger Spaß machen.

Letztendlich hat Selbstmotivation viel mit Selbststeuerung, Selbstmanagement und Persönlichkeitsentwicklung zu tun. Je besser Sie sich kennen und wahrnehmen, um so besser können Sie sich auch steuern. Je stärker Sie Ihre Anliegen, Wünsche und Bedürfnisse kennen, desto mehr können Sie für die Erfüllung Ihrer Wünsche tun.


Was können Sie konkret tun, um Ihre Selbstmoti-
vation für bestimmte Ziele zu erhöhen:

1. Bauen Sie Ihre Demotivatoren ab

Statt nur dahin zu schauen, wie Sie sich selbst stärker mo-
tivieren, ist es mindestens genauso wichtig zu erkennen, was Sie im Moment demotiviert.

Meistens hat die Frage nach mehr Selbstmotivation den Hintergrund einer andauernden Demotivation im Job.
Dies kann unterschiedliche Ursachen haben: Es kann ein Chef sein mit dem Sie nicht klar kommen, es kann zu viel Routine in Ihrem Job sein, es kann Ihre eigene Einstellung zur Arbeit sein oder es können auch Arbeitskollegen, mit denen Sie gerade eine Auseinandersetzung haben, dazu beitragen. Auch die allgemeinen Arbeitsbedingungen können demotivierend wirken. Wenn Ihr PC fünfmal am Tag abstürzt oder viel zu langsam ist, trägt dies nicht ge-
rade zu einer positiven Einstellung zur Arbeit bei. Machen Sie sich Ihre Demotivatoren bewusst und entwickeln Sie Maßnahmen diese abzubauen. Dies klingt natürlich leichter als es tatsächlich ist. Es ist jedoch immer wichtiger, die eigentliche Ursache für ein Problem zu erkennen, als nur die Symptome abzubauen. Manchmal kann hier ein Ge-
spräch mit einem kompetenten Coach helfen.

Siehe auch Mitarbeiterführung


2. Finden Sie Ihre persönlichen Motivatoren heraus

Was jeden einzelnen motiviert ist höchst unterschiedlich. Für den einen ist Geld oder eine Herausforderung wichtig, für den anderen Status oder soziale Anerkennung. Denken Sie selbst darüber nach, was Sie motiviert. Machen Sie sich eine Liste Ihrer Motivatoren. Beobachten Sie sich eine Woche lang selbst.

Wenn Sie Klarheit darüber haben, was Sie motiviert, kön-nen Sie die entsprechenden Bedingungen gestalten. Wäh-rend meines Studiums waren für mich Lerngruppen ganz besonders wichtig. Ich wusste damals ganz genau, dass ich dort nach meinen Aufgaben gefragt werde und dies motivierte mich für eine Vorbereitung der Lerngruppe. Heute sind mir Projekttreffen oder feste Termine wichtig, um mich für die entsprechenden Aufgaben zu motivieren.


3. Belohnen Sie sich selbst und feiern Sie Erfolge

Belohnungen können motivieren. Dies wissen Eltern, Leh-rer und Vorgesetzte. Sie können dieses Prinzip auch für sich selbst anwenden.

Belohnen Sie sich, wenn Sie etwas gut getan haben. Be- schenken Sie sich nach dem Erreichen eines Zieles. Gön-.nen Sie sich etwas, wenn Sie Erfolg hatten. Dies können auch kleine Dinge sein wie ein Buch, eine DVD oder ein Gang ins Kino.

Feiern Sie Ihre persönlichen Erfolge. Erst durch das Feiern eines Erfolges bekommt der Erfolg den richtigen Stellen-
wert. Genießen Sie es, wenn Sie Ihre Ziele erreicht haben.


4. Setzen Sie sich inspirierende Ziele

Nichts motiviert mehr als ein inspirierendes Ziel. Es gibt genug Geschichten von Menschen, die sich in Ihrer Jugend ein Ziel gesetzt haben und dieses verfolgt haben, bis sie es erreicht haben.

Überlegen Sie sich, was Sie dieses Jahr erreichen wollen. Denken Sie darüber nach, wie Ihr Leben in zehn Jahren aussehen wird. Stellen Sie sich vor, wie Ihr Leben aus-
sieht, wenn Sie diese Ziele erreicht haben. Ziele haben eine gewaltige Motivationskraft.

Auch ein gewisser Zeitdruck als Zielsetzung ist für manche Menschen eine wichtige Motivation. Setzen Sie sich selbst Termine und kommunizieren Sie diese. Mit sich selbst ver-einbarte Termine können konkrete Handlungen bewirken.


5. Unterstützen Sie sich selbst auf dem Weg zum Ziel

Viel Selbstmotivation geht durch den eigenen "inneren Kritiker" verloren. Viele kennen vielleicht das Phänomen, dass wir selbst unsere schärfsten Kritiker sind. Wir ver-
gleichen uns ständig mit anderen und manchmal glauben wir selbst nicht an unseren eigenen Erfolg. Solche destruk-
tiven inneren Dialoge sind Gift für unsere Selbstmotiva-tion. Vergleichen Sie sich nicht mit anderen, sondern kon- zentrieren Sie sich auf Ihre eigenen Entwicklungen und Fortschritte. Erinnern Sie sich häufiger an die Erfolge in Ihrer Vergangenheit. Dies gibt Ihnen Kraft für das Errei-
chen Ihrer zukünftigen Ziele.


6. Machen Sie sich den Sinn Ihrer Tätigkeit klar

Jede Tätigkeit hat irgendeinen Sinn oder Zweck. Häufig verlieren wir den Sinn einer Tätigkeit aus den Augen. Wenn Sie sich wieder neu den Sinn einer Tätigkeit vor Augen führen, gewinnen Sie die Energie für die Erledigung der Aufgaben zurück.

Was ist der Sinn Ihrer Tätigkeit aus einer übergeordneten Perspektive?


7. Gewinnen Sie Ihren Spaß an der Tätigkeit zurück

Wenn eine Tätigkeit Spaß macht, wird keiner nach mehr Selbstmotivation fragen.

Menschen, die Tätigkeiten haben, die Ihnen Spaß bereiten, brauchen keinen teuren Motivationstrainer. Klären Sie, was Ihnen Spaß im Job macht und versuchen Sie, sich stärker in dieses Tätigkeitsfeld hinein zu bewegen. Machen Sie Ihren Beruf zur Berufung. Es reicht nicht aus, nur für Ziele zu arbeiten, auch der Weg zu einem Ziel sollte eine gewisse Befriedigung bringen.

Erfolgreiche Menschen gehen in ihrer Tätigkeit auf. Wenn Sie voll in Ihrer Tätigkeit aufgehen, spielt Zeit keine Rolle mehr und Sie machen sich keine Gedanken über Selbst-
motivation.

Autor: Ingo Th. Krawiec, Krawiec Consulting



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Kundenkommentare:

NachrichtenTyp: gut
Kommentare: Eine kurze und sehr knappe Liste, die man sich in das Büro hängen kann, wäre sehr hilfreich.
Formulareintraege vom Dienstag, 12 Juni, 2001 um 12:28:18


NachrichtenTyp: gut
Kommentare: Einiges aus Fachbüchern nur übernommen!
Formulareintraege vom Mittwoch, 20 Juni, 2001 um 13:45:49


NachrichtenTyp: Sehr gut
Kommentare: Endlich ein Text der mehr bietet als nur die üblichen vielversprechenden Ansätze. Gepaart mit einem einfachen und ver-ständlichen Schreibstil ist es nicht nur leicht dem Inhalt konzen-triert zu folgen, darüber hinaus motiviert er gleichzeitig etwas zu tun, z.B. den Text ein zweites Mal zu lesen.
Formulareintraege vom Sonntag, 23 Juni, 2002 um 13:31:43


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