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"Wie du gesät hast, so wirst du ernten."
(Cicero)
Egal, welche Managementtechnik wir anwenden,
keine Technik hat Erfolg, wenn sie nicht in unserer Person verankert ist.
Management beinhaltet immer auch Selbstmanagement. Dieser Artikel führt
die Gedanken aus dem Monatstipp April weiter aus. Im letzten Artikel zeigten
wir Ihnen, wie Sie Ihre Gedanken steuern können, wie wichtig es ist,
sich selbst anzuerkennen, wie Sie Ihre innere Batterie aufladen und Ihre
Fitness steigern können. Letztendlich geht es darum, das persönliche
Selbstmanagement zu verbessern und damit Ihre inneren Potentiale freizulegen.
Was beinhaltet effektives Selbstmanagement?
5. Mit den eigenen Gefühlen umgehen
lernen

Tagtäglich erleben wir Gefühle in unterschiedlichen
Aus-
prägungen. Häufig wollen wir nur positive Gefühle erleben
und die negativen ausblenden. Manche Menschen nehmen ihre Gefühle
gar nicht mehr wahr. Sie brauchen dann häufig den aufregenden Kick,
um überhaupt noch etwas zu empfinden. Wer sich von seinen Gefühlen
distanziert, kap-
selt sich auch von seinen Kraftquellen ab.
Gefühle sind immer auch eine Botschaft an unser
Be-
wusstsein. Somit geben uns die meisten Gefühle auch ein wichtiges
Signal: Nimmt man das Gefühl des Ärgers zum Beispiel, so ist
es dessen Aufgabe Ihnen zu signalisieren, dass eine wichtige Grenze überschritten
ist. Das Gefühl Ärger soll Ihnen mitteilen, dass Sie etwas tun
müssen, um die Beeinträchtigung Ihres Wohlbefindens zu beenden.
Wenn Sie nie ärgerlich werden, können Sie leicht zum Fußabtreter
werden.
Auch ein eher negativ besetztes Gefühl wie Angst
kann sinnvoll sein. Angst weist meist auf etwas in der Zukunft hin, auf
das Sie sich besser vorbereiten oder das Sie vermeiden sollten. Gelegentliche
Angstgefühle sorgen dafür, dass Sie nicht Ihr persönliches
Waterloo erleben oder sich selbst überschätzen.
Gefühle sind die unmittelbare, teilweise unbewusste,
Re-
aktion auf etwas, das in unserem Umfeld gerade passiert oder gerade passiert
ist. Gefühle geben uns Hinweise über unsere eigenen Bedürfnisse.
Wenn man seine Gefühle verdrängt oder nicht wahrnimmt, können
diese unbewusst in Gesprächssituationen an die Oberfläche kommen.
Das heißt, man reagiert gereizt oder beschimpft jemanden, der eine
bestimmte Situation vielleicht gar nicht verursacht hat. Nicht zur Sprache
gebrachte Gefühle führen ein Eigenleben und können sich
aufstauen.
Erfolgreiche und zufriedene Menschen verfügen
über eine exzellente Selbstwahrnehmung und können die eigenen
Gefühle (ohne große Bewertung) zulassen, ausdrücken, zeigen
und den möglichen Handlungsimpulsen folgen.
6. Das eigene Netzwerk
pflegen

Ein Kollege von mir prägte den Ausspruch "Erfolg entsteht durch
andere". Dieser Satz ist insofern verblüffend, da die meisten
Managementgurus den Satz "Erfolg entsteht durch einen selbst"
predigen. Ich denke die Wahrheit liegt in der Mitte. Die Aussage des Kollegen
stimmt insofern, dass persönlicher Erfolg natürlich nicht losgelöst
von anderen entsteht. Jeder braucht ein intaktes Netzwerk, um erfolg-
reich zu sein.
Andere Menschen können Ihnen Unterstützung,
Tipps und berufliche Möglichkeiten geben. Daher ist der Aufbau und
die Pflege eines persönlichen Netzwerks ganz besonders wichtig. Ein
Netzwerk gibt Kraft auch in schwierigen Zei-
ten. Nicht nur ein Netzwerk von einflussreichen Persönlich-
keiten ist hier gemeint, sondern auch die Beziehung zu Arbeitskollegen,
Freunden usw.. Machen Sie sich eine Liste, wer Ihnen wichtig ist und wie
Sie diese Beziehung pflegen möchten. Planen Sie regelmäßig
Zeit für die Kontakt- und Beziehungspflege ein. Nur wer sich Zeit
nimmt, mit anderen in Verbindung zu bleiben, kann im schwierigen Momenten
auch auf schnelle Unterstützung vertrauen.
7. Verantwortung übernehmen

Wer Verantwortung permanent an andere abgibt,
kann nicht wirklich erfolgreich sein. Wer sich als Opfer seiner äußeren
Umstände sieht, kann nicht selbstständig an seinem eigenen Leben
etwas verändern. Übernehmen Sie Verantwortung für Ihr Leben
und gehen Sie die Dinge an die Sie verändern wollen. Wer erfolgreich
sein will, muss damit aufhören die Schuld und Gründe für
Misserfolg oder Versagen bei anderen Menschen, der augenblicklichen Situation
oder der Gesellschaft zu suchen. Nur wenn wir bei uns selbst anfangen,
können wir unserem Leben die gewünschte Richtung geben. Natürlich
gibt es auch äußere Umstände, die Sie vielleicht nicht
verändern können. Wenn Sie zum Beispiel in einer Firma arbeiten,
in der es keine Aufstiegsmöglichkeiten gibt. Sie übernehmen
jedoch auch für diese Situation Verantwortung, da Sie selbst die
Entscheidung treffen, ob Sie bleiben oder nicht. Sie haben immer Wahlmöglichkeiten.
Machen Sie sich nicht abhängig von äußeren Bedingungen.
Nehmen Sie Ihr Leben selbst in die Hand.
8. Selbstdisziplin

Selbstdisziplin ist eine Fähigkeit, die
etwas aus der Mode gekommen ist. Gleichzeit ist sie bei fast allen erfolgreichen
Menschen anzutreffen. Wer etwas bewirken will, muss eine gewisse Disziplin
haben, um seine Vorhaben auch um-
zusetzen. Alle guten Vorsätze und Prinzipien brauchen Disziplin,
das heißt, man muss sich zunächst überwinden, etwas zu
tun, was man vorher vielleicht nicht getan hat. Dies mag einem zunächst
vielleicht schwer fallen. Jedoch entstehen Spitzenleistungen immer auf
der Grundlage eines gewissen Fleißes und Disziplin. Dies gilt ebenso
für das Privatleben. Auch für das Ausüben von Sportarten
ist zumindest am Anfang eine gewisse Disziplin und Kontinui-
tät notwendig. Wenn man die anfänglichen Schwierigkeiten überwunden
hat, machen die Sportarten dann Spaß und man möchte nicht mehr
aufhören. Als ich die ersten Male joggen ging, war dies eine echte
Überwindung. Mittlerweile vermisse ich es, wenn ich mal keine Zeit
dafür habe. Üben wir eine gewisse Zeit eine Tätigkeit mit
Disziplin aus, wird diese mit der zur Gewohnheit und erfordert dann einen
geringeren Energieaufwand als zu Beginn.
9. Kraft aus der Familie gewinnen

Eine intakte Familie ist eine starke Kraftquelle
für die eige-
ne Person. Versuchen Sie eine Balance zwischen Ihrem Job und Ihrer Familie
zu erreichen. Viele Menschen können ihren Erfolg nicht genießen,
weil dieser vielleicht auf Kosten der Familie erreicht wurde. Nehmen Sie
Ihre Rolle als Vater oder Mutter, als Ehemann oder Ehefrau genauso ernst
wie Ihre berufliche Rolle. Jede dieser Auf-
gaben bedarf Zeit und Aufmerksamkeit. Vermeiden Sie ein Entweder-Oder-Denken,
dass man nur in der Familie oder im Job erfolgreich sein kann. Ziel sollte
es sein, dass sich Job und Familie gegenseitig bereichern und sich da-
raus ein hohes Maß an persönlicher Zufriedenheit ent-
wickelt.
10. Sich Unterstützung
von außen holen

Den "einsamen Reiter" gibt es meistens nur im Kino oder Fernsehen.
Die meisten erfolgreichen Menschen nutzen auch Unterstützung von
außen. Versuchen Sie nicht alles alleine zu bewältigen.
Alle erfolgreichen Sportler haben Trainer, Coaches und Freunde, die sie
bei ihrem Erfolg unterstützt haben. Nutzen Sie Fortbildungen, Coaches,
Berater und Freunde, um in schwierigen Situationen neue Einsichten und
Impulse zu bekommen. Holen Sie sich Unterstützung, wenn Sie nicht
mehr weiter wissen und versuchen Sie nicht alles alleine zu bewältigen.
Dies kostet sehr viel Kraft, die Sie auch anders nutzen können.
Autor:
Ingo Th. Krawiec, Krawiec Consulting
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