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Tipps fürs Selbstbewusstsein

Tipps fürs Selbstbewusstsein

Artikel Nr.: 69

"Dem Adler wachsen die Schwingen im Flug."

(Deutsches Sprichwort)

 

 

Ein gutes Selbstbewusstsein ist in vielen Situationen von Vorteil. Wenn man "es" hat, fällt vieles im Leben leichter. Bei Gesprächen mit dem Chef, bei Bewerbungen, beim Flirten oder vielen anderen Situationen kann ein gesundes Selbstbewusstsein helfen. Wer über ein hohes Selbstbewusstsein verfügt, hat es in vielen Lebenslagen einfacher, ist erfolgreicher und geht mit einem besseren Lebensgefühl durch die Welt. Unser Selbstbewusstsein prägt unsere Haltung, unsere Gesten, unsere Mimik, unsere Sprache und unsere Reaktionen auf die Umwelt. Selbstbewusstsein heißt, sich seiner Stärken bewusst sein. Selbstbewusst ist, wer ein hohes Selbstwertgefühl besitzt. Nun, was aber tun, wenn man es nicht hat.

 

Kann man sein eigenes Selbstwertgefühl fördern bzw. weiterentwickeln. Ja man kann es. Bei starken Minderwertigkeitskomplexen, die häufig durch überkritische Erziehung bedingt sind, ist eine professionelle Hilfe durch einen Coach oder Therapeuten günstig. Ansonsten ist auch unser Selbstbewusstsein trainierbar.

 

 

Was ist hilfreich, um ein gutes Selbstbewusstsein zu entwickeln?

1. Vergleichen Sie sich nicht permanent mit Anderen.

Vergleiche mit Anderen können zwar konstruktiv sein (z.B. beim Sport, mit Wettbewerbern usw.), in vielen Fällen schmälern Sie jedoch unser Selbstbewusstsein. Wenn Sie lange genug suchen, finden Sie immer Menschen, die in einem bestimmten Bereich etwas besser können oder etwas haben, was Sie nicht haben. Selbst wenn Sie ein tolles Auto fahren oder gut aussehend sind, gibt es immer jemanden, der ein noch exklusiveres Auto fährt und noch besser aussieht. Solche Vergleiche verschlechtern natürlich unser Selbstbewusstsein. Vergleiche mit der eigenen Entwicklung geben einem häufig mehr Kraft und Stärke. Wenn man z.B. früher keinen Sport betrieben hat und heute zweimal in der Woche trainiert, ist dies viel und eine tolle Leistung. Natürlich gibt es Menschen die jeden Tag trainieren, aber müssen wir uns mit diesen vergleichen? Wenn wir unsere eigene Entwicklung sehen und unsere Fortschritte damit vergleichen, können wir oben auf der Siegertreppe stehen.

 

2. Erinnern Sie sich häufiger daran, worauf Sie stolz sind.

Jeder hat im Leben Erfolge erzielt und Dinge, worauf er stolz ist. Häufig vergessen wir die Erfolge im Alltag, weil wir uns immer wieder neue Ziele setzen und nach vorne schauen. Jedoch ist die Summe der Erfolge die Sie hatten die Basis für ein gesundes Selbstbewusstsein. Erstellen Sie eine Liste mit den Dingen, auf die Sie stolz sind. Jeder schafft bestimmt mindestens 5 Punkte, die ihn stolz machen. Schauen Sie regelmäßig auf die Liste und erleben Sie dieses Gefühl wieder neu. Sie werden merken, dass Sie anders durch Ihr Leben gehen.

 

3. Stoppen Sie den inneren Kritiker.

Selbstkritik kann hilfreich sein für die eigene Weiterentwicklung. Ein zuviel an Selbstkritik stört unser Selbstbewusstsein und führt zu einer Unsicherheit in vielen sozialen Situationen. Wer lange genug sucht, findet immer ein Haar in der Suppe. Wenn Sie dies mit sich selbst machen, können Sie nicht glücklich sein, da Sie immer mit dem gegenwärtigen Status unzufrieden sind. Permanente Selbstkritik führt zu geringer Selbstachtung. Nehmen Sie sich als Person an, so wie Sie sind. Versuchen Sie zu Ihrer Unsicherheit zu stehen.

 

4. Erfolg schafft Erfolg, Erfolg schafft Selbstbewusstsein.

Natürlich kann man ein gesundes Selbstbewusstsein auch ohne große Erfolge im Leben haben. Es gibt viele Aussteiger, die ohne große gesellschaftliche Erfolge zufrieden mit sich und dem Leben sind. Wenn man jedoch in kleinen Dingen Erfolge hat, kann das die Triebkraft geben für weitere Erfolge und natürlich auch unserem Selbstwertgefühl helfen. Wer gute Noten während der Ausbildung hat, geht selbstbewusster in Prüfungen und mit einem guten Abschluss kann man sich leichter irgendwo bewerben. Dies ist ein positiver Engelskreis, denn Erfolg zieht weitere Erfolge an. Dies meint nicht nur den beruflichen Bereich, auch aus Erfolgen aus dem privaten Bereich kann man ein positives Selbstbewusstsein ziehen. Je mehr Quellen Sie haben, aus denen Sie Selbstbewusstsein schöpfen können, desto besser können Sie mit Kritik von außen umgehen.

 

5. Selbstsupport - Werden Sie Ihr eigener Coach?

Menschen, die sich selbst gut unterstützen und gut mit sich selbst umgehen, haben in der Regel ein besseres Selbstbewusstsein. Loben Sie sich auch mal selbst, denn Eigenlob stinkt überhaupt nicht. Versuchen Sie förderliche Selbstgespräche mit sich zu führen. Machen Sie sich selbst Geschenke und tun Sie etwas Gutes für sich. Das meint Selbstsupport. Selbstunterstützung ist, zu sich selbst wie ein guter Freund zu sein.

 

6. Führen Sie ein Erfolgstagebuch.

Für einen gewissen Zeitraum ist es sinnvoll ein Erfolgstagebuch zu führen. Listen Sie täglich die kleinen Erfolge auf und machen Sie sich bewusst, was gut läuft und womit Sie zufrieden sind. Dies fördert Ihr Selbstbewusstsein. Blättern Sie immer mal wieder in diesem Buch und feiern Sie Ihre persönlichen Erfolge.

 

7. Selbstakzeptanz schafft Selbstbewusstsein.

Nur wer sich auch mit seinen Schwächen und Fehlern akzeptiert, kann ein hohes Maß an Selbstbewusstsein erreichen. Wer zu sich selbst steht, wirkt nach außen sicherer. Nehmen Sie sich so an wie Sie jetzt sind. Nur wenn Sie sich annehmen, können Sie sich verändern. Dies ist kein Widerspruch. Denn wer ständig gegen sich kämpft, verliert Energie. Wenn ich z.B. zu viele Kilos habe, dann sollte ich für den Moment dazu stehen, statt mich permanent fertig zu machen, was vielleicht zu weiteren Frustessen führt. Ich werde mehr Sport treiben, weil ich es will und mir ein Zustand mit weniger Kilos mehr Vorteile in meinem Leben bietet.

 

Autor: Ingo Krawiec, Krawiec Consulting

Zweite, überarbeitete Fassung vom 05.08.2014

 

 

 

 

 

Anmerkung des Autors:

Aufgrund der vielen Feedbacks zu dem Thema Selbstbewusstsein folgende Anmerkungen: Diese Tipps richten sich an den normalen Berufstätigen, der eigenes Verhalten verändern kann. Bei schwerwiegenden Störungen des Selbstbewusstseins ist Unterstützung von außen erforderlich. Hier kann ein Coach oder ein anerkannter Psychotherapeut helfen. Ob und welche professionelle Hilfe besprechen Sie mit Ihrem Arzt oder dem Psychologischen Psychotherapeuten gemeinsam. Auch die Teilnahme von einem Assertiveness Training Programme kann die Sicherheit im Umgang mit anderen Menschen verbessern.

 

 

 

 

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