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"Dem Adler wachsen die Schwingen im Flug."
(Deutsches Sprichwort)
Ein gutes Selbstbewusstsein
ist in vielen Situationen von Vorteil. Wenn man "es" hat, fällt
vieles im Leben leichter. Bei Gesprächen mit dem Chef, bei Bewerbungen,
beim Flirten oder vielen anderen Situationen kann ein gesundes Selbstbewusstsein
helfen. Wer über ein hohes Selbstbewusstsein verfügt, hat es
in vielen Lebenslagen einfacher, ist erfolgreicher und geht mit einem
besseren Lebensgefühl durch die Welt. Unser Selbstbewusstsein prägt
unsere Haltung, unsere Gesten, unsere Mimik, unsere Sprache und unsere
Reaktionen auf die Umwelt.
Selbstbewusstsein heißt, sich seiner Stärken bewusst sein.
Selbstbewusst ist, wer ein hohes Selbstwertgefühl besitzt.
Nun, was aber tun, wenn man es nicht hat. Kann man sein eigenes Selbstwertgefühl
fördern bzw. weiterentwickeln. Ja man kann es. Bei starken Minderwertigkeitskomplexen,
die häufig durch überkritische Erziehung bedingt sind, ist eine
professionelle Hilfe durch einen Coach oder Therapeuten günstig.
Ansonsten ist auch unser Selbstbewusstsein trainierbar.
Was ist hilfreich, um ein gutes Selbstbewusstsein
zu entwickeln?
1. Vergleichen Sie sich nicht permanent mit Anderen.

Vergleiche mit Anderen können zwar konstruktiv sein (z.B. beim
Sport, mit Wettbewerbern usw.), in vielen Fällen schmälern Sie
jedoch unser Selbstbewusstsein. Wenn Sie lange genug suchen, finden Sie
immer Menschen, die in einem bestimmten Bereich etwas besser können
oder etwas haben, was Sie nicht haben. Selbst wenn Sie ein tolles Auto
fahren oder gut aussehend sind, gibt es immer jemanden, der ein noch exklusiveres
Auto fährt und noch besser aussieht. Solche Vergleiche verschlechtern
natürlich unser Selbstbewusstsein. Vergleiche mit der eigenen Entwicklung
geben einem häufig mehr Kraft und Stärke. Wenn man z.B. früher
keinen Sport betrieben hat und heute zweimal in der Woche trainiert, ist
dies viel und eine tolle Leistung. Natürlich gibt es Menschen die
jeden Tag trainieren, aber müssen wir uns mit diesen vergleichen?
Wenn wir unsere eigene Entwicklung sehen und unsere Fortschritte damit
vergleichen, können wir oben auf der Siegertreppe stehen.
2. Erinnern Sie sich häufiger daran, worauf
Sie stolz sind.

Jeder hat im Leben Erfolge erzielt und Dinge, worauf er stolz ist.
Häufig vergessen wir die Erfolge im Alltag, weil wir uns immer wieder
neue Ziele setzen und nach vorne schauen. Jedoch ist die Summe der Erfolge
die Sie hatten die Basis für ein gesundes Selbstbewusstsein. Erstellen
Sie eine Liste mit den Dingen, auf die Sie stolz sind. Jeder schafft bestimmt
mindestens 5 Punkte, die ihn stolz machen. Schauen Sie regelmäßig
auf die Liste und erleben Sie dieses Gefühl wieder neu. Sie werden
merken, dass Sie anders durch Ihr Leben gehen.
3. Stoppen Sie den inneren Kritiker.

Selbstkritik kann hilfreich sein für die eigene Weiterentwicklung.
Ein zuviel an Selbstkritik stört unser Selbstbewusstsein und führt
zu einer Unsicherheit in vielen sozialen Situationen. Wer lange genug
sucht, findet immer ein Haar in der Suppe. Wenn Sie dies mit sich selbst
machen, können Sie nicht glücklich sein, da Sie immer mit dem
gegenwärtigen Status unzufrieden sind. Permanente Selbstkritik führt
zu geringer Selbstachtung. Nehmen Sie sich als Person an, so wie Sie sind.
Versuchen Sie zu Ihrer Unsicherheit zu stehen.
4. Erfolg schafft Erfolg, Erfolg schafft Selbstbewusstsein.

Natürlich kann man ein gesundes Selbstbewusstsein auch ohne große
Erfolge im Leben haben. Es gibt viele Aussteiger, die ohne große
gesellschaftliche Erfolge zufrieden mit sich und dem Leben sind. Wenn
man jedoch in kleinen Dingen Erfolge hat, kann das die Triebkraft geben
für weitere Erfolge und natürlich auch unserem Selbstwertgefühl
helfen. Wer gute Noten während der Ausbildung hat, geht selbstbewusster
in Prüfungen und mit einem guten Abschluss kann man sich leichter
irgendwo bewerben. Dies ist ein positiver Engelskreis, denn Erfolg zieht
weitere Erfolge an. Dies meint nicht nur den beruflichen Bereich, auch
aus Erfolgen aus dem privaten Bereich kann man ein positives Selbstbewusstsein
ziehen. Je mehr Quellen Sie haben, aus denen Sie Selbstbewusstsein schöpfen
können, desto besser können Sie mit Kritik von außen umgehen.
5. Selbstsupport - Werden Sie Ihr eigener Coach?

Menschen, die sich selbst gut unterstützen und gut mit sich selbst
umgehen, haben in der Regel ein besseres Selbstbewusstsein. Loben Sie
sich auch mal selbst, denn Eigenlob stinkt überhaupt nicht. Versuchen
Sie förderliche Selbstgespräche mit sich zu führen. Machen
Sie sich selbst Geschenke und tun Sie etwas Gutes für sich. Das meint
Selbstsupport. Selbstunterstützung ist, zu sich selbst wie ein guter
Freund zu sein.
6. Führen Sie ein Erfolgstagebuch.

Für einen gewissen Zeitraum ist es sinnvoll ein Erfolgstagebuch
zu führen. Listen Sie täglich die kleinen Erfolge auf und machen
Sie sich bewusst, was gut läuft und womit Sie zufrieden sind. Dies
fördert Ihr Selbstbewusstsein. Blättern Sie immer mal wieder
in diesem Buch und feiern Sie Ihre persönlichen Erfolge.
7. Selbstakzeptanz schafft Selbstbewusstsein.

Nur wer sich auch mit seinen Schwächen und Fehlern akzeptiert,
kann ein hohes Maß an Selbstbewusstsein erreichen. Wer zu sich selbst
steht, wirkt nach außen sicherer. Nehmen Sie sich so an wie Sie
jetzt sind. Nur wenn Sie sich annehmen, können Sie sich verändern.
Dies ist kein Widerspruch. Denn wer ständig gegen sich kämpft,
verliert Energie. Wenn ich z.B. zu viele Kilos habe, dann sollte ich für
den Moment dazu stehen, statt mich permanent fertig zu machen, was vielleicht
zu weiteren Frustessen führt. Ich werde mehr Sport treiben, weil
ich es will und mir ein Zustand mit weniger Kilos mehr Vorteile in meinem
Leben bietet.
Autor:
Ingo Th. Krawiec, Krawiec Consulting
Anmerkung
des Autors:
Aufgrund der vielen Feedbacks zu dem Thema Selbstbewusstsein
folgende Anmerkungen:
Diese Tipps richten sich an den normalen Berufstätigen, der eigenens
Verhalten verändern kann. Bei schwerwiegenden Störungen des
Selbstbewusstseins ist Unterstützung von außen erforderlich.
Hier kann ein Coach oder ein anerkannter Psychotherapeut helfen. Ob und
welche professionelle Hilfe besprechen Sie mit Ihrem Arzt oder dem Psychologische
Psychotherapeut gemeinsam. Auch die Teilnahme von einem Assertiveness
Training Programme kann die Sicherheit im Umgang mit anderen Menschen
verbessern.
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