Startseite

Home

Leistungen
1. Train the Trainer
2. Präsentationstraining
3. Managementtraining
Kunden
Trainerprofile

Seminartermine

Seminaranmeldung
 
Trainer- Tipps
Zitatesammlung
 
Materialien
Gehirnjogging
Literatur
Presse
 
 
 
 
 
 
 
 

Was ist Moderation?
Artikel Nr.: 33
 
Trainer-Tipps

Erfolg
Acht Tipps fürs IT-Training
Weiter...

 
 

Trainer
7 Tipps zur Selbst-motivation
Weiter...

 
 

Führungskraft
Work Life Balance
Weiter...

 
 

Kommunikation
Die Kunst zu über-zeugen
Weiter...

 
 

Persönlichkeit
Charisma entwickeln
Weiter...

 
 

Zeit
Das 1x1 des Zeitmanagements
Weiter...

 
 


"Wer Menschen führen will, muss hinter ihnen gehen."
(Laotse)



Moderation ist ein Schlagwort, welches bei Besprechungen und Trainings häufig verwendet wird, ohne es groß zu hinterfragen. Häufig fallen uns hier die bekannten Fernsehmoderatoren ein, die jedoch häufig sich in den Vordergrund stellen anstatt sich auf die reine Steuerung einer Diskussionsrunde zu beschränken. Der Begriff der Moderation kommt ursprünglich aus dem Lateinischen und steht für "die Mitte finden", "Lenkung" und "Mäßigung".

Moderationen werden in modernen Organisationen bei Teambesprechungen, Projektgruppen, Meetings, Arbeits-
teams und Qualitätszirkeln durchgeführt. Gerade bei Ent-
scheidungen und Problemlösungen wird es zunehmend wichtiger, alle Beteiligten gleichberechtigt einzubinden und damit schnell zu Ergebnissen zu gelangen. Kaum ein Verfahren hat sich in der Praxis so durchsetzen können und ist effektiver als die Moderationsmethode, um mit Gruppen zu konkreten Problemlösungen zu kommen.

 

Die Moderationsmethode steht im Wesentlichen:

für eine bestimmte Rolle und Haltung des Gruppen-
leiters,

für den Einsatz bestimmter spezifischer Methoden und Techniken (z.B. Fragetechniken),

für den Gebrauch bestimmter Materialien und Hilfsmittel (z.B. Pinwand, Moderationskarten, Nadeln usw.) und
für den Wechsel zwischen Kleingruppenarbeit und Arbeit im Plenum.

Die Moderationsmethode im Seminar aktiviert die Teilneh-mer und knüpft an deren Lernerfahrungen an. Sowohl in Qualitätszirkeln als auch in Lernstattgruppen wird heute fast ausschließlich diese Methode angewandt und in eini-
gen Unternehmen sind die hierbei oft benutzten Pinwände in vielen Besprechungszimmern zu finden. Allerdings sind noch lange nicht alle Möglichkeiten der Moderationsme-
thode ausgeschöpft.


Entstanden ist die Moderationsmethode in den 70er Jahren und ist stark mit dem Namen einer Unternehmensbera-
tung, dem Quickborner Team, verbunden. Es ist also eine deutsche Erfindung und kein Trend der aus USA rüberge-
schwappt ist, wie manches andere in der Management-
lehre.


Die Moderationsmethode wird teilweise auch Metaplanme-
thode oder Neulandmethode genannt. Allerdings sind die Inhalte fast identisch. Hintergrund für deren Entwicklung war, Gruppen aktiv an Problemlösungen, Ideenfindungen und Entscheidungen zu beteiligen. Die ersten Moderationen wurden damals statt mit den heute üblichen Moderations-
karten mit Computerlochkarten durchgeführt.


Der Hauptunterschied zwischen der Rolle des Trainers und der des Moderators liegt darin, dass der Moderator die Prozesse und die Gruppe steuert, sich aber beim Ein-
bringen der Inhalte zurückhält. Im Gegensatz zum Lehrer liefert der Moderator selbst keine inhaltlichen Inputs. Für den Moderator steht das Steuern des Vorgehens und des Klimas im Vordergrund. Der Moderator ist ein Profi darin, sich zurückzuhalten, nur methodische Vorschläge zu machen und eine neutrale Rolle einzunehmen. Der beste Moderator ist der, der es auch bei schwierigen Themen schafft, sich neutral zu verhalten.

 

Es gibt drei Ebenen der Moderation:

Sach-Ebene > Inhalte, Themen
Prozess-Ebene > Vorgehensweise
Beziehungs-Ebene > Klima, Gefühle, Umgang



Welches sind nun die wesentlichsten Aufgaben
des Moderators?

Der Moderator steuert den Prozess durch:

Vereinbarung und Überwachung der Spielregeln,

Sammeln und Verdichten von Meinungen und Informa-
tionen,

Anbieten verschiedener Methoden, um Themen zu be-
arbeiten,

Überwachen des Zeitplans und Ansprechen von Abwei-
chungen,

Sorgen für ein systematisches Vorgehen der Gruppe,
Fördern von Ergebnissen, Entscheidungen und Ab-
sprachen,

Überprüfen der Zustimmung bei Entscheidungen und
Vereinbarungen,

Visualisieren der Diskussionen und Meinungsverschie- denheiten und

Verdeutlichen unterschiedlicher Auffassungen.



Der Moderator fördert eine konstruktive Bezieh-
ungsebene in der Gruppe:

Aufbau von Vertrauen in der Gruppe,

transparent machen von Konflikten,

die Trennung von Beziehungskonflikten und Sach-
themen,

das Ansprechen von Entwicklungen und Prozessen

das Fördern einer konstruktiven Arbeitsatmosphäre.



Was ist die Rolle des Moderators in einer Gruppe?

Der Moderator

hilft der Gruppe eigenverantwortlich zu arbeiten.

ist ein Methodenspezialist und weniger ein Fachexperte.
trägt die Verantwortung für den Prozess, aber nicht für das Ergebnis.

ist ein Helfer für die Gruppe und eine Hebamme für die Ergebnisse.

ist eine Person, die "eher fragt statt sagt".

ist derjenige, der den Gruppenprozess steuert.


Welches sind die wichtigsten Vorteile der Modera-
tionsmethode?

sehr effektive Art Probleme mit einer Gruppe zu bear-
beiten, die in kurzer Zeit konkrete Ergebnisse bringt Möglichkeit, Teilnehmerwissen in einen Workshop oder ein Seminar zu integrieren

Festhalten von Diskussionsergebnissen durch Visuali-
sierung

Fördern von kreativen Prozessen und der Motivation in Gruppen

Stärkung der eigenverantwortlichen Arbeit der Grup-
penmitglieder

gleichberechtigtes Einbringen der Beiträge sämtlicher Mitglieder der Gruppe

hohe Akzeptanz der Gruppenergebnisse


Welche sind die wesentlichsten Nachteile der Mode-
rationsmethode?

durch Methodenzwang lernt zwar die Gruppe innerhalb des methodischen Rahmens miteinander zu arbeiten, verliert aber u.U. die Fähigkeiten ohne den Moderator zu arbeiten. Manchmal wird durch das "Metaplanieren", wie manche Kritiker die Methode nennen, nicht das entscheidende Thema der Gruppe (z.B. auf der Beziehungsebene) aufge- griffen. das bei der Moderationsmethode übliche Punkten bei Entscheidungen führt immer zu einer Mehrheitsent-
scheidung, wodurch die Aspekte und Gedanken der Min-
derheit eventuell unter den Tisch fallen. Konsequenz: Um einen echten Konsens (Übereinstimmung aller Gruppen-
mitglieder) in der Gruppe zu erreichen, muss eine ge-
wöhnliche Gruppendiskussion stattfinden.

Moderatoren, die sich stark inhaltlich beteiligen, kann zu großer Unzufriedenheit in der Gruppe führen, da diese irgendwann merkt, das die Ergebnisse nicht die eigenen sind, sondern die vom Moderator.
Auch eine Doppelrolle wie z.B. Vorgesetzter und Moderator kann sich als ungünstig erweisen.

Fazit: Insgesamt ist diese Methode heute in modernen Organisationen nicht mehr wegzudenken, um Menschen in Entscheidungsprozesse einzubeziehen und zu neuen Ideen zu gelangen. Hinter der Moderationsmethode verbergen sich eine Fülle von Techniken und Tools, die in klassischen Moderationstrainings vermittelt werden. Die fundierte
Ausbildung der Moderatoren bildet jedoch eine wichtige Grundlage für den Erfolg der Methode. Eine schlechte Moderation kann der Gruppe mehr schaden.

Autor: Ingo Th. Krawiec, Krawiec Consulting



Diese Seiten könnten Sie auch interessieren:

Monatstipp: Beprechungskulturen
Monatstipp: Umgang mit Kritik
Monatstipp: Argumentieren
Monatstipp: Umgang mit Angriffen
Monatstipp: Rhetorik
Monatstipp: Der Start einer Präsentation

Inhouse-Seminar: Präsentation und Rhetorik
Offenes Seminar: Train the Trainer-Grundkurs



Bitte geben Sie uns Rückmeldung zum Artikel!
Wie hat Ihnen der Artikel gefallen?


sehr gut gut mittel schlecht

Geben Sie Ihren Kommentar in folgendes Feld ein:



Wenn Sie eine Frage haben, geben Sie Ihre
E-Mail-Adresse an:

E-Mail-Adresse: 



 

Durchschnittliche Leserbewertung: gut
Zahl der Leser: 2

zurück zu Übersicht Monatstipps
 
Home | Leistungen | Suchen | Impressum