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"Allen Fortschritt verdanken wir den Unzufriedenen.
Zufriedene lieben keine Veränderung."
(Salvatore
Quasimodo, Lyriker)
Ständige Veränderungsprozesse
bestimmen den Unternehmensalltag. Sie sind herausfordernd und wichtig
für das Überleben des Unternehmens am Markt. Nur durch neue
Strukturen, Prozesse, Abläufe oder Denkweisen kann ein Unternehmen
wettbewerbsfähig bleiben. Das einzige Beständige ist der Wandel.
Change-Management beschäftigt sich damit, diesen Wandel erfolgreich
zu gestalten.
Welche Prinzipien sind für eine wirkungsvolles
Change- Management wichtig?
1. Jede Veränderung
braucht eine klare Vision.

Visionen geben die Richtung an, in die sich die Verände-
rung bewegen soll. Ist kein Vision vorhanden, geht die Veränderungsenergie
in alle Richtungen. Nur bei einer klaren Vision können die Mitarbeiter
für die Veränderung begeistert werden. "Wenn eine echte
Vision vorhanden ist, wachsen die Mitarbeiter über sich selbst hinaus."
(Peter M. Senge)
2. Beziehen Sie möglichst früh
viele Mitarbeiter in den Veränderungsprozess ein.

Das alte Prinzip "Betroffene zu Beteiligten machen" ist nach
wie vor einer der entscheidensten Erfolgsfaktoren in Veränderungsprozessen.
Nur wenn die Beteiligten an den Veränderungsprozess partizipieren,
können deren Ideen, Vorschläge und Feedback aufgenommen und
verarbeitet werden. Mit dem Neuen müssen sich die Mitarbeiter aus-einandersetzen
und es muss integriert werden, sonst bleibt es fremd und wird nicht gelebt.
Es gibt genügend Beispiele nicht gelebter Führungsleitsätze
oder neuer Strukturen. Erst durch die Initiierung solcher Integrations-prozesse
werden die Ziele von Veränderungsprozessen gelebt. Eine gute Möglichkeit,
Mitarbeiter zu beteiligen, sind Großgruppen-Veranstaltungen, wo
eine große Zahl von Mitarbeitern informiert und einbezogen werden
kann. Der Erfolg der Veränderung hängt sowohl von der Qualität
der Entscheidung als auch von der Akzeptanz der Betrof-
fenen ab.
3. Gestalten Sie den
Veränderungsprozess von oben nach unten.

Unterstützt das Management die Veränderung nicht, braucht man
erst gar nicht anzufangen. Nur wenn die Unternehmensspitze voll hinter
der Veränderung steht und diese kommuniziert und vorlebt, haben die
Veränderungen auch nachhaltige Wirkungen. Das Management muss sich
als Vorbild und Promoter in den Prozess der Veränderung einbringen.
Wenn das Management unterschiedliche Ziele bezüglich der Veränderung
hat, werden die Mitarbeiter in unterschiedliche Richtungen gehen.
4. Effektives Change-Management
muss den Mitar-beiter einen Nutzen bringen.

Man ändert nur etwas, wenn man einen Nutzen hat oder einen Schaden
abwenden kann. Zeigen Sie Ihren Mitar-beiten die Vorteile die Vorteile
der Veränderung auf und kommunizieren Sie diese. Je größer
der Nutzen für Ihre Mitarbeiter, um so größer die Motivation
für die Verände-rung. "Druck machen" als Motivationsinstrument
schafft keine echte Begeisterung für Veränderungen.
5. Betreiben Sie frühzeitig
eine ausreichende Infor-mationspolitik.

Eine frühzeitige und gründliche Informationspolitik ist ein
wichtiges Fundament für Veränderungen. Nur hierdurch können
unnötige Irritationen und Gerüchte abgebaut wer-den. Viele Widerstände
in Veränderungsprojekten entste-hen durch eine mangelnde Informationspolitik.
Deshalb das Motto: Informieren, informieren, informieren.

Installieren Sie einen klaren Informationsprozess durch regelmäßige
Informations- veranstaltungen und Kommuni-kation der Zwischenergebnisse.
6. Schaffen Sie individuelle
Lösungen für Verlierer von Veränderungsprozessen.

Bei jeder Veränderung in einer Organisation gibt es Gewinner und
Verlierer, gerade wenn es bei Verände-rungsprozessen zu Macht- und
Kompetenzverschiebungen kommt. Hier gilt es individuelle Lösungen
für die Verlierer einer Veränderung zu entwickeln. Manchmal
sind teilweise auch harte Schnitte notwendig.

Alle Betroffene zufrieden zu stellen, ist eine Kunst, die selbst der beste
Change-Manager nicht bewältigen kann.
7. Veränderung
braucht Reflexionsschleifen.

Wer ein Auto nicht wartet, riskiert ein Versagen des Mo-tors, wer einen
Veränderungsprozess nicht regelmäßig reflektiert, vergrößert
die Gefahr, dass dieser ins Stocken gerät.

Jeder Veränderungsprozess geht mit Unsicherheiten, Un-planbares,
Widerständen und Zweifeln einher. Nur regel-mäßige Phasen
der Reflexion und der Standortbestim-mung stellen den Erfolg der Veränderung
sicher. Solide Veränderung braucht solide Prozessbegleitung. Regelmä-
ßige Workshops während der Veränderungsprozessen können
sicherstellen, dass Unwägbarkeiten nicht die Ver- änderung gefährden.
Auch der Change-Manager selber muss den Prozess reflektieren. Ein Austausch
mit anderen Change-Managern oder Coaching kann hier hilfreich sein.
8. Change-Management
benötigt Planung und Struktur.

Nur durch gründliche Planung und eine klare Projektstruk-tur kann
ein größerer Veränderungsprozess gestaltet werden.

Für große Veränderungsprozesse muss eine Verände-rungsarchitektur
geschaffen werden, wo einzelne Maßnah-men, Follow-up`s, Projektgruppentreffen
aufeinander abgestimmt sind. Neben einer gründliche Planung ist die
Offenheit, auf aktuelle Entwicklungen einzugehen, not-
wendig.
9. Organisieren Sie
möglichst schnell erste Erfolge.

Jedes Veränderungsprojekt braucht günstige
und erfolgs-sichernde Rahmenbedingungen. Die ersten Schritte sollten nicht
zu groß sein. Die ersten Erfolgsmeldungen moti-vieren das Umfeld
und entkräften die Gegner der Verän-derung. Kleine Erfolge motivieren
für größere Erfolge.
Autor: Ingo TKrawiec, Krawiec
Consulting
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Formulareintraege vom Montag, 26 August, 2002 um
14:49:00
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